Kurzprofil
Das Fach Erziehungswissenschaft ist dazu geeignet, Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 - 12(G8)/13(G9) "Einsichten in Möglichkeiten und Grenzen eigenen pädagogischen Denkens und Handelns" (Richtlinien) zu gewähren. Erziehung findet immer und überall statt, jedenfalls dort, wo versucht wird, auf andere Menschen interessengeleitet einzuwirken in der Absicht, deren Persönlichkeit zu fördern. Junge Menschen sind selbst von Erziehung betroffen. Sie bringen ihre eigene Erziehungsbiographie mit in die Schule als einem Ort von Unterricht und Erziehung. Es ist die Aufgabe des erziehungswissenschaftlichen Unterrichts, ihnen das nötige Instrumentarium in der Hand zu geben, das sie befähigt, angemessen erzieherisches Handeln zu reflektieren. Zu einem solchen Instrumentarium gehören u.a. die Bereitschaft, sich selbst mit seiner eigenen Biographie reflexiv einzubringen, die Bereitschaft und Fähigkeit zu Kommunikation und Kooperation, die Fähigkeit, vor allem auch die Grenzen erzieherischen Handelns ange- messen einzuschätzen und auf der Metaebene die Erziehungswissenschaft selbst kritisch, unter Anwendung wissenschaftlicher Kriterien, in den Blick zu nehmen und begründet Stellung zu beziehen.
Das Fach EW wird in als Wahlpflichtfach in Grundkursen angeboten. Bei schriftlicher Belegung des Faches werden in der Jgst 10 (G8) bzw. 11 (G9) pro Halbjahr eine, in den folgenden Halbjahren zwei Klausuren geschrieben. Im Abitur besteht die Möglichkeit, das Fach im Bereich der Gesellschaftswissenschaften als schriftliches (3. Fach) oder mündliches (4. Fach) einzubringen. Durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden wird der Lernende zum einen in fachliche Theorien eingeführt (Wissenschaftspropädeutik), zum anderen erfährt er Hilfen für die persönliche Entfaltung (Identitätsbildung) und Sachkenntnis für sein gegenwärtiges und zukünftiges Handeln in sozialer Verantwortung.
Inhalte der einzelnen Halbjahre