Wie klappt’s eigentlich mit dem Online-Unterricht?
- 24. Januar 2026

Ein Fazit nach zwei Tagen Blitzeis-Chaos und Distanzunterricht
Mitte Januar – nur eine Woche nach dem Ende der Weihnachtsferien – verwandelte sich das erhoffte Winterwetter in glattes Blitzeis und Schneetreiben. Die Schulleitung entschied daher vorsorglich den Unterricht in das sogenannte Homeschooling bzw. Distanzlernen zu verlegen – sicher ist sicher. Dank unserer digitalen Lernmöglichkeiten am FGV war der spontane Wechsel in den Online-Unterricht problemlos möglich. Oder etwa nicht? Immerhin haben wir während der Corona-Pandemie reichlich Erfahrung gesammelt.
Am FGV konnten wir nun erneut von diesen Erfahrungen profitieren. Innerhalb kürzester Zeit startete der Distanzunterricht: Ab Klasse 7 lief der reguläre Stundenplan über Microsoft Teams mit Videokonferenzen weiter, während die Klassen 5 und 6 über die Plattform mit Arbeitsaufträgen versorgt wurden. Da alle Lernenden und Lehrkräfte einen eigenen Teams-Zugang besitzen, war die Teilnahme bequem von zuhause – sogar per Handy – möglich.
Online-Umfrage zum Distanzunterricht
Um einen Eindruck zu gewinnen, wie gut der Unterricht auf Distanz funktioniert hat, wurde eine Online-Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Bewertet werden konnte per Sternekategorie von 1 bis 5 (5 Sterne = beste Bewertung).
Die technische Umsetzung erhielt mit 4,3 von 5 Sternen die höchste Bewertung, dicht gefolgt von den Möglichkeiten, Fragen zu stellen (4,2 Sterne). Auch die bereitgestellten Materialien, die Erklärungen der Lehrkräfte, das Konzentrationsniveau und der Lernerfolg wurden mit soliden 3,6 bis 3,8 Sternen bewertet. Insgesamt zeigte sich also eine hohe Zufriedenheit mit den technischen Voraussetzungen und der Lernorganisation via Teams.
Rückmeldungen aus der Schülerschaft
Neben der Sternebewertung wurde anonymes Feedback eingeholt. Dabei zeigten sich unterschiedliche Perspektiven: Einige SchülerInnen befürworteten den Online-Unterricht ausdrücklich und wünschten sich sogar mehr davon, während andere den Präsenzunterricht bevorzugen.
Ein zentrales Fazit lässt sich jedoch ziehen: Online-Unterricht funktioniert dann gut, wenn man ihn kann. Das bedeutet: Wenn der Umgang mit digitalen Medien sicher klappt, moderne Tools genutzt werden und die Unterrichtsphasen abwechslungsreich gestaltet sind – mit Vorträgen, Austausch, Gruppenarbeiten oder digitalen Funktionen wie z.B. Breakout-Räumen – empfinden viele Lernende den Unterricht als besonders gewinnbringend.
Positiv wurde außerdem hervorgehoben, dass der Distanzunterricht entspannter wirken und Zeit sparen kann, etwa durch den Wegfall der Busfahrten. Viele Schülerinnen und Schüler wünschen sich darüber hinaus mehr Flexibilität bei der eigenen Arbeitsorganisation – verständlich, denn jede häusliche Lernsituation ist anders.
Einige Anmerkungen ließen erkennen, dass regelmäßiges Online-Lernen gewünscht ist, um in Übung zu bleiben und den sicheren Umgang mit neuen Tools weiter auszubauen.
Nach zwei Tagen Blitzeis-bedingtem Distanzunterricht lässt sich sagen: Das FGV ist digital gut aufgestellt und meistert den spontanen Wechsel ins Online-Lernen souverän. Sowohl Technik als auch Unterrichtsorganisation funktionieren zuverlässig, und die SchülerInnen fühlen sich weitestgehend gut betreut.
Natürlich hat der digitale Unterricht auch seine kleinen Eigenheiten – etwa wenn Mikrofone plötzlich von MitschülerInnen fremdgesteuert stummgeschaltet werden. Wir entwickeln unser Konzept zum Distanzlernen stetig weiter und sorgen dafür, dass sowohl Lernende als auch alle Lehrkräfte die digitalen Möglichkeiten kennenlernen, neue Methoden entdecken und den Umgang damit erproben und festigen. Distanzunterricht kann immer wieder kurzfristig nötig und hilfreich sein, daher ist unsere Priorität, das Distanzlernen in der Schule vorab kennenzulernen und den Umgang mit digitalen Anwendungen zu üben, ähnlich wie eine Brandschutzübung für den Ernstfall.


